Cyber-Risiken steigen durch Homeoffice

So schützt man sich vor Hackerangriffen und Datenverlust

Die rasch voranschreitende Digitalisierung bringt viele Vorteile. Aber auch die Gefahr vor Betrug und Kriminalität im Netz steigt entsprechend und macht vor niemandem halt. Cyber-Attacken finden nicht nur in der Welt internationaler Großbanken, Regierungen und Technologieunternehmen statt. Auch österreichische Institu tionen und Firmen sind betroffen, die Unternehmensgröße ist dabei egal.

Dem Thema IT-Security sollte in jedem Unternehmen höchste Priorität eingeräumt werden, besonders jetzt wo viele MitarbeiterInnen im Homeoffice tätig sind. Denn wenn es zu Attacken und Schäden kommt, ist die Firma natürlich auch verantwortlich für den Versicherungsschutz, wenn die Arbeit von zuhause erledigt wird.

Hacker und Cyberkriminelle nützen Schwachstellen, die fast immer durch Sorglosigkeit bzw. mangelnde Security-Awareness der MitarbeiterInnen und mangelndes Know-how in der IT-Abteilung entstehen. Der sorglose Umgang mit gefährlichen E-Mails ist aktuell zu 94 Prozent der größte Auslöser für Cyberattacken. (siehe https://www.varonis.com/blog/cybersecurity-statistics/) Anschließend kommt es darauf an, wie sicher die Unternehmens-IT intern aufgebaut wurde. Deshalb sind Vorsorgemaßnahmen wie Beratung, Schulung und permanente Bewusstseinsbildung dringend anzuraten und im Vergleich zu einer Schadensbehebung viel preiswerter. Es ist unerlässlich, das eigene Personal kontinuierlich auf aktuelle Cybercrime-Gefahren hinzuweisen. Zudem sollten die IT-Abteilungen in Bezug auf Cyberangriffe immer up to date sein, um im Ernstfall angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Digitalen Angriffen aus dem Weg gehen
Phishing-Mails, Trojaner oder Hacker – digitale Angriffsversuche sind schon fast an der Tagesordnung. Diese sind für weniger technikaffine User jedoch nicht immer leicht zu erkennen.

Hier geben wir fünf wertvolle Tipps zur Prävention, die dafür sorgen, dass es digitale Angreifer auf den Geräten der User schwer haben: 

  1. Sicherheitsupdates einspielen: Das gilt für jegliche Soft- und Hardware in Ihrem Netz. Mit diesen Updates werden die bisher beim Hersteller bekannt gewordenen Schwachstellen korrigiert, bevor sie durch Angriffe aus dem Internet ausgenutzt werden können.
  2. Administrator-Rechte einschränken: Der Schaden eines Angriffs ist unter den Rechten eines Administrator-Accounts viel höher, als im Kontext eines Minimalbenutzers. Surfen Sie daher im Alltag niemals mit Admin-Rechten im Internet. Dieser Account sollte nur für administrative Aufgaben angemeldet werden.
  3. Schutz gegen Schadsoftware: Privat-Anwender sind mit dem in Windows bereits inkludierten Microsoft Defender inzwischen gut geschützt. Wer jedoch ein paar Euro mehr investiert, bekommt bei Kaspersky, ESET & Co oft noch wertvolle weitere Schutzmodule.
  4. Datensicherung: Alle Daten sollten so gesichert sein, dass diese bei einem Angriff nicht gelöscht oder verschlüsselt werden können. Regelmäßig, in mehreren Versionen und auf physikalisch getrennten Medien (USB-Drives).
  5. Passwörter: Verwenden Sie für jeden Dienst ein anderes komplexes Kennwort. Passwortmanager helfen beim sicheren Speichern all dieser Logins.

    Neben diesen vorbeugenden Maßnahmen ist vor allem auch eine so genannte Cyber-Risk Versicherung sinnvoll. Denn im Schadensfall können die Kosten enorm sein. Neben einem IT-Administrator und einem Datenschutzbeauftragten sollte man einen möglichen Schadenfall auch finanziell absichern.

    Immer mehr Versicherungen bieten sogenannte Cyberversicherungen an. Diese Versicherungen sichern Schäden in Zusammenhang mit Cyberkriminalität ab. Je nach Versicherung wird der Eigenschaden sowie auch der Drittschaden gedeckt. Trotz einer Cyberversicherung müssen Unternehmen aber die üblichen Sicherheitsvorkehrungen einhalten. Das ist etwa eine Firewall für einen aktiven Virenschutz oder auch entsprechend sichere Onlinezugänge und entsprechender Passwortschutz.